Skip to main content

Lebensmittelmotten – Gefahr in der Küche

Die Lebensmittelmotte in der Küche bekämpfenSieht man in der Küche mehr als eine einzelne Motte herum fliegen, so heißt es aufpassen. Ganz schnell kann es zu einer Mottenplage kommen, die man alleine nicht mehr in den Griff bekommt. Doch bevor man den Kammerjäger ruft, kann man eine kleine Anzahl von Lebensmittelmotten auch selbst bekämpfen.

In diesem Artikel wird erklärt was Lebensmittelmotten sind und wie man sie bekämpft. Dazu haben wir mit einem Experten der Seite tierabwehr.net gesprochen.

Die verschiedenen Lebensmittelmotten

In Deutschland ist die am häufigsten in der Küche anzutreffende Mottenart die Dörrobstmotte. Neben ihr kommen auch noch die Mehlmotte und der Mehlzünsler vor, allerdings recht selten.

Da die Dörrobstmotte am weitesten verbreitet ist, hier eine kurze Beschreibung: sie hat eine Körperlänge zwischen fünf und 10 mm und eine Flügelspannweite von 12-20 mm. Eine ausgewachsene Dörrobstmotte kann bis zu 300 Eier, kleiner als einen halben Millimeter groß, legen. Die Raupen schlüpfen aus diesen Eiern bereits nach 3-5 Tagen. Die weitere Entwicklung ist temperaturabhängig. Bei hohen Temperaturen (ca. 30 °C) dauert es bis zum Schlüpfen der Motte aus der Puppe nur vier Wochen, bei nur 20 °C hingegen schon 70 Tage. Eine erwachsene Dörrobstmotte lebt nach dem Schlüpfen noch maximal zwei Wochen. In diesem Zeitraum nimmt sie keine Nahrung mehr zu sich. Der eigentliche Schädling in der Küche ist die Mottenlarve.

Lebensmittelmotten sind Schädlinge

Die Larve der Lebensmittelmotte frisst viele Vorräte des Menschen. Dabei hinterlässt sie nicht nur ihren Kot in den verschiedenen Lebensmitteln, sondern es finden sich unter anderem auch kleine weiße Gespinste, die beim Schlüpfen der Motte aus der Puppe übrig bleiben. Sicherlich ist nachvollziehbar, dass niemand mehr diese Lebensmittel essen möchte. Alleine schon die Vorstellung ist recht eklig. Zusätzlich kann der ein oder andere natürlich auch noch Magen- und Darmprobleme bekommen, so wie auch Allergien.

Woher kommen die Lebensmittelmotten?

Wir selber bringen die Lebensmittelmotten mit ins Haus, in den wenigsten Fällen flattern sie einfach so durch ein Fenster herein. Mit unserem täglichen Einkauf transportieren wir Motten und Larven, die sich in Verpackungen und Vorräten verstecken, mit in die Küche. Und es gibt viele Möglichkeiten, wo sich die Motten verstecken können: in Kartons, Papier- und Kunststoff-Verpackungen zum Beispiel. Aber auch direkt in Haferflocken, Nüssen und vielen anderen Produkten.

Gefährdete Vorräte

Viele verschiedene Vorräte im Haushalt sind durch die Lebensmittelmotten gefährdet. Selbst die Dörrobstmotte frisst, entgegen ihrem Namen, nicht nur Dörrobst, sondern auch Mehl, Haferflocken, Nudeln, Tee, Hülsenfrüchte, Kaffee, Kakao, Tee, Gewürze und sogar Tierfutter. Die Palette ist breit und eine hungrige Larve frisst sich auf der Suche nach Futter sogar durch Kunststoffverpackungen oder Kartonagen hindurch.

Lebensmittelmotten bekämpfen

Neben dem gründlichen Reinigen einer mit Motten befallenen Küche und dem Umfüllen aller Nahrungsmittel in luftdichte Gefäße (z.B. aus Keramik, Glas, Edelstahl) sind Schlupfwespen gegen Lebensmittelmotten eines der besten Mittel gegen die Motten.

Schlupfwespen sind Nützlinge, keine 4 mm groß und für das Auge nicht sichtbar. Sie können nicht fliegen, zerstören aber die Eier der Motten, indem sie ihre eigenen Eier dort ablegen. Rein biologisch sind Schlupfwespen die gesündeste Art, eine Mottenplage in der Küche zu bekämpfen. Auch wenn die Anwendungsdauer der Schlupfwespen in der Regel zwölf Wochen dauert, so sind nach dem ersten sauber machen und auslegen der Eier so gut wie keine Motten mehr in der Küche zu finden. Eine Anleitung und eine Bezugsquelle finden Sie auf der oben verlinkten Seite.



Ähnliche Beiträge


Keine Kommentare vorhanden


Du hast eine Frage oder eine Meinung zum Artikel? Teile sie mit uns!

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

*